Mebicar ≥99% — chemisches Reagenz für Labor-, Forschungs- und Analysezwecke. Nicht zum Verzehr durch Menschen oder Tiere.
L-DOPA (Levodopa) ≥99% — reine Substanz
L-DOPA (Levodopa)
WARNUNG: Chemisches Reagenz ausschließlich für Labor-, Forschungs- und Analysezwecke. NICHT ZUM VERZEHR durch Menschen oder Tiere bestimmt. Kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Lebensmittel.
L-DOPA ist eine natürlich vorkommende Aminosäure, die als direkter biosynthetischer Vorläufer von Dopamin dient. In lebenden Organismen wird sie durch Hydroxylierung von L-Tyrosin gebildet, katalysiert durch die Tyrosinhydroxylase, und anschließend zu Dopamin decarboxyliert. Aufgrund dieser zentralen Position innerhalb des Katecholamin-Stoffwechselwegs gehört die Verbindung zu den am häufigsten verwendeten Referenzmaterialien in der neurochemischen und analytischen Forschung.
Physikalisch-chemische Daten
| Systematischer Name | (2S)-2-Amino-3-(3,4-dihydroxyphenyl)propansäure |
| Synonyme | Levodopa, Lewodopa, L-3,4-Dihydroxyphenylalanin, L-DOPA |
| CAS-Nummer | 59-92-7 |
| Summenformel | C9H11NO4 |
| Molare Masse | 197.19 g/mol |
| Aussehen | weißes bis cremeweißes kristallines Pulver |
| Löslichkeit | schwer löslich in Wasser; besser löslich in sauren Lösungen; praktisch unlöslich in Ethanol und Diethylether |
| Schmelzpunkt | ca. 276–278 °C (unter Zersetzung) |
| Reinheit | ≥ 99% |
Charakterisierung und Anwendung in der Forschung
L-DOPA ist ein chirales Molekül – nur das linksdrehende Enantiomer (S-Konfiguration) ist biologisch und experimentell relevant, was es zu einem nützlichen Standard für stereochemische Assays und die chirale Chromatographie macht. Sein aromatischer Ring trägt eine Catechol-Einheit (zwei benachbarte Hydroxylgruppen), die leicht oxidiert wird, weshalb die Verbindung häufig als Modellsubstrat in Studien zu enzymatischen Reaktionen unter Beteiligung von Oxidasen, einschließlich der Tyrosinase, sowie in Untersuchungen zur Melaninbildung eingesetzt wird.
In analytischen Laboren wird L-DOPA als Referenzstandard in HPLC-Methoden mit elektrochemischer und UV-Detektion, in der Kapillarelektrophorese und in der Massenspektrometrie zur Bestimmung von Katecholaminen und ihren Vorläufern verwendet. Dank seiner gut charakterisierten spektralen Eigenschaften (UV-Absorption, charakteristische NMR- und IR-Spektren) ist es ein praktisches Kalibriermaterial zur Validierung analytischer Verfahren.
In der biochemischen Forschung ist die Verbindung ein geschätztes Werkzeug zur Untersuchung des Katecholamin-Biosynthesewegs, der Kinetik der aromatischen L-Aminosäure-Decarboxylase und der Mechanismen des Transports durch biologische Membranen. Sie ist auch in der Polydopamin-Chemie und bei biomimetischen Haftbeschichtungen von Interesse, wo die Reaktivität der Catecholgruppe zur Oberflächenmodifizierung von Materialien genutzt wird. All diese Anwendungen sind streng labor- und forschungsbezogener Natur.
Das Material sollte in einem dicht verschlossenen Behälter, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt, an einem kühlen Ort gelagert werden, da Catechole anfällig für die Oxidation durch Luftsauerstoff sind. Persönliche Schutzausrüstung sollte stets in Übereinstimmung mit der guten Laborpraxis verwendet werden.