5-HTP (5-Hydroxytryptophan) ≥99% — chemisches Reagenz für Labor-, Forschungs- und Analysezwecke. Nicht zum Verzehr durch Menschen oder Tiere.
Modafinil ≥99% — kristallrein
Modafinil
WARNUNG: Chemisches Reagenz ausschließlich für Labor-, Forschungs- und Analysezwecke. NICHT ZUM VERZEHR durch Menschen oder Tiere bestimmt. Kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Lebensmittel.
Modafinil ist ein synthetisches Benzhydrylsulfinylacetamid-Derivat aus der Gruppe der eugeroischen (wachheitsfördernden) Verbindungen, die in der Neuropharmakologie intensiv untersucht werden. Das Molekül enthält eine charakteristische Sulfinylgruppe (S=O), die ein Diphenylmethyl-Fragment mit einem Acetamid-Rest verbindet und ihm dadurch chirale Eigenschaften verleiht. Es wird hier als hochreines Forschungsreagenz und als Referenzstandard für die analytische und toxikologische Chemie angeboten.
Physikalisch-chemische Daten
| Systematischer Name | 2-[(Diphenylmethyl)sulfinyl]acetamid |
| Synonyme | Modafinil, CRL-40476, Adrafinil (Analogon), 2-(Benzhydrylsulfinyl)acetamid |
| CAS-Nummer | 68693-11-8 |
| Summenformel | C15H15NO2S |
| Molare Masse | 273.35 g/mol |
| Aussehen | Kristallines Pulver, weiß bis cremeweiß |
| Löslichkeit | Praktisch unlöslich in Wasser; löslich in Methanol und DMSO |
| Schmelzpunkt | ca. 164–166 °C |
| Reinheit | ≥99% |
Charakterisierung und Anwendung in der Forschung
Modafinil ist ein chirales Molekül – es existiert in Form von zwei Enantiomeren (R und S), die sich in der Konfiguration um das Schwefelatom der Sulfinylgruppe unterscheiden. Das Racemat (eine 1:1-Mischung) und das reine R-Enantiomer (Armodafinil) sind Gegenstand getrennter Studien, da sich die Enantiomere in ihren pharmakokinetischen Profilen unterscheiden. Die Sulfinylgruppe macht das Molekül zu einem interessanten Untersuchungsobjekt in der Organoschwefelchemie, einschließlich der Oxidation von Sulfiden zu Sulfoxiden und Sulfonen.
In der wissenschaftlichen Literatur wird Modafinil als wachheitsförderndes Mittel mit einem Wirkmechanismus eingestuft, der sich von dem klassischer Amphetamin-Stimulanzien unterscheidet. Experimentelle Arbeiten weisen auf seine Wechselwirkung mit dem Dopamintransporter (DAT) als schwacher, atypischer Dopamin-Wiederaufnahmehemmer hin sowie auf Effekte auf das orexinerge, histaminerge und noradrenerge System in Forschungsmodellen. Daher wird Modafinil häufig als Werkzeugverbindung in der neurobiologischen Forschung zur Regulation von Schlaf und Wachheit sowie zur Katecholamin-Neurotransmission in vitro und in Tiermodellen eingesetzt.
Als Laborreagenz dient Modafinil vor allem als Referenzsubstanz in chromatographischen Methoden (HPLC, LC-MS/MS, GC-MS) – zur Kalibrierung, Methodenvalidierung, Quantifizierung und Identifizierung in biologischen Proben sowie in der Anti-Doping-Kontrolle, wo die Substanz auf der WADA-Liste erscheint. Die hohe Reinheit von ≥99% ist für die Zuverlässigkeit analytischer Bestimmungen unerlässlich. Das Material sollte in einem dicht verschlossenen Behälter, an einem trockenen und kühlen Ort, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und in Übereinstimmung mit der guten Laborpraxis gelagert werden. Die Arbeiten sollten unter Verwendung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung durchgeführt werden. Das Produkt ist ausschließlich für qualifiziertes Forschungspersonal bestimmt und hat keine Anwendung für Verbraucher.