Paracetamol ≥99% — chemisches Reagenz für Labor-, Forschungs- und Analysezwecke. Nicht zum Verzehr durch Menschen oder Tiere.
Sunifiram ≥99% — ohne Füllstoffe
Sunifiram (DM-235)
WARNUNG: Chemisches Reagenz ausschließlich für Labor-, Forschungs- und Analysezwecke. NICHT ZUM VERZEHR durch Menschen oder Tiere bestimmt. Kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Lebensmittel.
Sunifiram, auch unter dem Laborcode DM-235 bezeichnet, ist eine synthetische organische Verbindung auf Basis eines Piperazin-Grundgerüsts, die in den biomedizinischen Wissenschaften als Substanz mit ampakinen Eigenschaften untersucht wird. Das Molekül verbindet einen Piperazinring mit einer Benzoylgruppe und einem Propanoylrest zu einer Struktur mit klar definierter Geometrie. Sunifiram wurde im Rahmen von Arbeiten an piracetamähnlichen Verbindungen entwickelt, stellt strukturell jedoch eine von den klassischen Racetamen abweichende Klasse dar. Aufgrund seiner ausgeprägten Aktivität in experimentellen Modellen ist es häufig Gegenstand neuropharmakologischer Forschung.
Physikalisch-chemische Daten
| Systematischer Name | 1-(4-benzoylpiperazin-1-yl)propan-1-one |
| Synonyme | Sunifiram, DM-235, 1-benzoyl-4-propanoylpiperazine |
| CAS-Nummer | 314728-85-3 |
| Summenformel | C14H18N2O2 |
| Molare Masse | 246.30 g/mol |
| Aussehen | weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver |
| Löslichkeit | schwer löslich in Wasser; löslich in DMSO und Ethanol |
| Schmelzpunkt | keine einheitlichen Literaturdaten |
| Reinheit | ≥ 99% |
Charakterisierung und Anwendung in der Forschung
Sunifiram ist ein Molekül, das symmetrisch um seinen zentralen Piperazinring aufgebaut ist, dessen beide Stickstoffatome jeweils mit einer Benzoyl- bzw. einer Propanoylgruppe substituiert sind. Diese Struktur verleiht der Verbindung zwei Amidgruppen unterschiedlicher Reaktivität und macht sie zu einem interessanten Modell für Untersuchungen der Amidchemie und der Hydrolysestabilität. Anders als viele verwandte Verbindungen enthält Sunifiram kein Stereozentrum, sodass seine analytische Charakterisierung eindeutig ist.
In analytischen Laboratorien wird die Verbindung als Referenzstandard in der Flüssigkeitschromatographie (HPLC, UPLC) mit UV-Detektion sowie in der Massenspektrometrie eingesetzt. Ihre klar definierte Molekülmasse und ihre charakteristischen Spektren (NMR, IR, MS) erleichtern die Identifizierung, Quantifizierung sowie die Validierung analytischer Methoden und Qualitätskontrollverfahren. Der aromatische Ring der Benzoylgruppe sorgt für eine starke UV-Absorption, was bei chromatographischen Bestimmungen von Nutzen ist.
In der experimentellen Neurobiologie wird Sunifiram als Verbindung mit ampakiner Aktivität beschrieben, die im Zusammenhang mit der Modulation der glutamatergen Übertragung und den Mechanismen der synaptischen Plastizität in In-vitro- und Tiermodellen untersucht wird. Es dient als Werkzeug bei Untersuchungen von AMPA- und NMDA-Rezeptoren sowie in Struktur-Wirkungs-Analysen innerhalb der Piperazinverbindungen. Alle diese Anwendungen sind ausschließlich forschungsbezogen; diese Beschreibung enthält keine Gesundheitsempfehlungen und keine Dosierungsangaben.
Das Material sollte in einem dicht verschlossenen Behälter an einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Ort gelagert werden. Es ist stets persönliche Schutzausrüstung gemäß guter Laborpraxis zu verwenden.